Zivilcourage digital? Mit Smarthphones auf der Suche nach analogen Werten
[SS 2019] [LVNr.: 9005093] [Block (B)]

Derzeit keine Anmeldung möglich

Dozent*in:
Stolle, Michael
Giesecke, Dana
Schulz, Andreas

Kontakt:

Anmeldezeitraum (Losverfahren):
01.10.19 (12:00 Uhr) -
10.10.19 (12:00 Uhr)

Bei offenen Plätzen - Anmeldung möglich bis:
Derzeit nicht möglich

0
Freie Plätze

Wildcard: Einfach hingehen! Beim ersten Termin der Veranstaltung werden nicht besetzte Plätze direkt vergeben.

23.04.2019 10:00 Uhr - 23.04.2019 18:00 Uhr (Universität Freiburg, Wilhelmstr. 26/R 01 014)

Digitalisierung ist derzeit ein Mega-Thema. Ebenso die Frage, wie wir in einer digitalen Welt ein Höchstmaß an Freiheit, Minderheitenschutz und politischer Mitbestimmung aufrechterhalten können. In dem Kooperationsseminar mit der Stiftung FU-TURZWEI in Berlin und der Landeszentrale für politischen Bildung Baden-Württemberg machen sich die Studierenden mit dem Smartphone auf die Suche nach einem analogen Wert, der im Zentrum der zivilen Teilhabe in der Demokratie steht: der Zivilcourage.

Inhalte:
- Moralisches Handeln, Nach-Werten-Handeln, Was bedeuten Zivilcourage und ziviler Ungehorsam? Welchen Wert genießen heute Zivilcourage und ziviler Ungehorsam?
- Recherche: In welchen Situationen haben Menschen Zivilcourage gezeigt?
- Diskussion: Kritische Reflexion über den Begriff „Helden“, Ermutigung, selbst ein „Held des Alltags“ zu werden
- Recherche: „Social (?) Media“ Wie zeigen Menschen digital Zivilcourage? „Was können wir digitalem Hass, Hetze und Mobbing entgegensetzen?“
- Diskussion: „Social (!) Media“: Reflexion über den demokratischen Diskurs, Frage: „Wie wollen wir miteinander umgehen?“
- Analyse: „Handeln? Handeln!“

Das Seminar startet mit einem Tagesworkshop in Freiburg und endet mit einem Tagesworkshop in Karlsruhe. Dazwischen gibt es 12 Chattermine.

Das Seminar wird gleichzeitig auch am Zentrum für Schlüsselqualifikationen der Universität Freiburg angeboten Jeweils 12 Studierende aus Freiburg und Karlsruhe können daran teilnehmen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
- sind vertraut mit theoretischen mit theoretischen Grundlagen von Zivilcourage und zivilem Ungehorsam
- sind fähig, neues Wissen zu erschließen
- sind in der Lage, diese Konzepte mit ihrem eigenen Handeln in Einklang zu bringen
- können über Fragen des demokratischen Umgangs miteinander reflektieren
- können ausgewählte Diskurse in digitalen Medien (Internet, Soziale Netzwer-ke) kritisch bewerten
- können eigene Beitrage digital und analog leisten
- können exemplarisch Reichweite und Grenzen der digitalen Kommunikation bewerten
- erkennen Handlungsbedarf, treffen Entscheidungen und übernehmen Ver-antwortung
- nehmen Konflikte wahr zu tragen zu einer zielführenden Lösung bei
- haben Selbstvertrauen in die eigene Gestaltungskraft
- machen erste Selbstwirksamkeitserfahrungen
- reflektieren Eigeninitiative und Zivilcourage

2 ECTS: aktive Teilnahme an Start-, End- und Chatterminen, - Vorbereitung und Moderation eines Chat-Termins ODER Recherche und Präsentation eines Recherche-Themas 

3 ECTS: aktive Teilnahme an Start-, End- und Chatterminen UND Vorbereitung und Moderation eines Chat-Termins - Recherche und Präsentation eines Recherche-Themas 

keine

- Morton Hunt: Das Rätsel der Nächstenliebe. Der Mensch zwischen Egoismus und Altruismus, Frankfurt/ Main 1992.
- Gerd Meyer u. a. (Hrsg.): Zivilcourage lernen. Analysen - Modelle - Arbeitshilfen. Lizenzausgabe der BpB/LpB BW. Bonn 2004.
- Wolfram Wette (Hrsg.): Zivilcourage: Empörte, Helfer und Retter aus Polizei, Wehrmacht und SS. Frankfurt a. M. 2004.
- Kai J. Jonas u. a. (Hrsg.): Zivilcourage trainieren! Theorie und Pra-xis. Göttingen 2007.
- Dana Giesecke; Harald Welzer Das Menschenmögliche. Zur Reno-vierung der deutschen Erinnerungskultur, Hamburg 2012.
- Andreas H. Apelt (Hrsg.): Zivilcourage gestern und heute: Pflicht oder Kür? Halle (Saale) 2014.
- Hermann und Kira Vinke: Zivilcourage 2.0: Vorkämpfer für eine ge-rechte Zukunft. Ravensburg 2015.
- Michael Pauen, Harald Welzer: Autonomie. Eine Verteidigung, Frankfurt/ Main 2015.
- Michael Wolffsohn: Zivilcourage. Wie der Staat seine Bürger im Stich lässt. München 2016.
- Carolin Emcke: Gegen den Hass. Frankfurt a. M. 2016.
- Catarina Katzer: Cyberpsychologie. Leben im Netz: Wie das Internet uns verändert. München 2016.
- Gesicht zeigen! (Hrsg.): Was ist Zivilcourage? Das 4-Ecken-Spiel. Berlin 2017.
- Anja Flade: Third Places - reale Inseln in der virtuellen Welt. Ausflü-ge in die Cyberpsychologie. Wiesbaden 2017.
- Timothy Snyder: Über Tyrannei. Zwanzig Lektionen für den Wider-stand. München 2017.
- Angela Borgstedt, Sibylle Thelen, Reinhold Weber: Mut bewie-sen. Widerstandsbiographien aus dem Südwesten. Stuttgart 2017.
- Hannes Ley: #ichbinhier. Zusammen gegen Fake News und Hass im Netz. Köln 2018.
- Aleida Assmann: Menschenrechte und Menschenpflichten. Schlüs-selbegriffe für eine humane Gesellschaft. Wien 2018.
- Bertram Noback, Andreas Pflock, Andreas Schulz (Hrsg.): DENK-mal „smart“. Ein Projekt zur Nutzung digitaler Kommunikationsfor-men bei der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, Karlsruhe 2018.

Anmeldung ab dem 11. April 2019 unter studium.hoc.kit.edu

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Die Anmeldung zu den Veranstaltungen läuft im Losverfahren. Unter studium.hoc.kit.edu können Sie sich für bis zu 3 Seminare aus unserem Angebot anmelden.

WICHTIG: Es ist keine Teilnahmebestätigung Ihrerseits mehr nötig. Sollten Sie am ausgelosten Seminar nicht teilnehmen können, melden Sie sich bitte umgehend im Anmeldesystem wieder ab, um Ihren Kommilitonen den Platz zu ermöglichen

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An- und Abreise nach Freiburg werden möglichst kostengünstig organisiert.